Unsere Sprechzeiten Die Hausärzte im Ärztehaus
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Vitamin D

Anhand von Blutuntersuchungen lässt sich in den letzten Jahren in unserer Bevölkerung ein zunehmender Vitamin D Mangel nachweisen. Da die körpereigene Vitamin D Produktion in hohem Maße an Sonnenlicht Exposition gebunden ist, nimmt dieser Mangel meist in den Wintermonaten noch zu. Aber auch der breite Einsatz von Sonnenschutzcremes und das Tragen entsprechender Kleidung als Schutz vor UV Strahlung zur sinnvollen Vorbeugung gegen Hautkrebs verstärken diesen Mangel an körpereigenem Vitamin D. Gerade ältere Menschen und Pflegebedürftige sind dem Sonnenlicht oft viel zu wenig ausgesetzt, da sie in ihren Alltagsaktivitäten und ihrer Mobilität so eingeschränkt sind, dass der gesamte Tagesablauf zum Großteil innerhalb der eigenen vier Wände ohne Sonnenexposition stattfindet. Viele Untersuchungen der letzten Jahre bestätigten allerdings die wichtige Rolle dieses Vitamins für unseren Körper: Zum Einen besitzt es eine zentrale Bedeutung für den Knochenstoffwechsel und den Bewegungsapparat, zum anderen scheint es aber auch immunologische, neurologische und hormonelle Prozesse unseres Körpers positiv zu beeinflussen. So ließen sich beispielsweise unter ausreichender Vitamin D Einnahme signifikant weniger Osteoporose und weniger Stürze bei älteren Patienten nachweisen lassen. Desweiteren ergaben neuere Studien Hinweise darauf, dass ein Vitamin D Mangel Erkrankungen, die man auf ein fehlgeleitetes Immunsystem zurückführt begünstigt (z.B. Multiple Sklerose oder Diabetes mellitus Typ 1). Daneben können aber auch Depressionen, Hirnleistungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Muskelkrämpfe vermehrt in Erscheinung treten. Somit empfiehlt sich bei entsprechendem Risiko durchaus eine Bestimmung des Vitamin D Spiegels, allerdings wird eine routinemäßige Bestimmung bei gesunden Personen nicht regelhaft von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und muß ggfs. selbst bezahlt werden (circa 25 Euro). Sollte sich ein Vitamin D Mangel in der Blutuntersuchung bestätigen, ist in jedem Fall eine Substitution sinnvoll und muss dann mit dem behandelndem Arzt genauer erörtert werden.
Ralf Cronenberg