Unsere Sprechzeiten Die Hausärzte im Ärztehaus
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Sodbrennen

Das kennt fast jeder. Besonders nach zu schwerem zu vielem, zu schnellem und zu spätem Essen. Dies sind zumindest die typischen Ursachen für das Brennen in der Speiseröhre, das durch zurücklaufende Magensäure verursacht wird. Eine häufige Wohlstandserkrankung. Natürlich gibt es auch medizinische Ursachen für das regelmäßige Auftreten dieser Symptome. Problematisch ist häufig der unzureichende muskuläre Verschluss des Mageneinganges. Regelmäßige Medikamenteneinnahme, Alkohol, Nikotin oder Diätfehler begünstigen ein Übermaß an Magensäure bzw. beeinträchtigen den Abdichtungsmechanismus. Erhöhter Druck im Bauch wie bei Adipositas oder Schwangerschaft kann diesen Zustand noch verschlechtern. Chronische Entzündungen der Speiseröhre können die Folge regelmäßigen Sodbrennens sein und begünstigen die Entstehung bösartiger Veränderungen. Allerspätestens bei Brustschmerzen oder Schluckstörungen muss eine medizinische Abklärung erfolgen.
Vom unkritischen Einsatz von alkalischen Pufferlösungen oder Protonenpumpenhemmern, die die Produktion der Magensäure unterdrücken, ist abzuraten. Eine Änderung des Lebensstils ist eindeutig nachhaltiger und gesünder. Diese Präparate können die Aufnahme wichtiger Elektrolyte ungünstig beeinflussen und sogar die Knochenbruchgefahr erhöhen. Sie werden erst nach eindeutiger Diagnostik zur Ausheilung und meistens nur für einen befristeten Zeitraum verordnet.
Eine sorgfältige Anamnese ist die Basis der richtigen Diagnosestellung, die bei Unklarheit auch manchmal eine Magenspiegelung erforderlich macht. Eine unkritische Selbstmedikation ist sicherlich leichter als den Lebensstil zu ändern, dies ist aber aus medizinischer Sicht eindeutig abzulehnen.
Dr. med. Florian Hage