Unsere Sprechzeiten Die Hausärzte im Ärztehaus
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Rückenschmerzen

Hatten sie schon mal Rückenschmerzen? Sie sind nicht allein! Rückenschmerzen gehören in Deutschland zu den am meisten angegebenen Schmerzen überhaupt.
Eine gründliche körperliche Untersuchung unter Berücksichtigung der Beschwerdesymptomatik und Vorgeschichte sind grundlegend. Oft reichen diese Untersuchungen und eine ausführliche Erhebung der Krankheitsgeschichte aus, um schwerwiegende Ursachen auszuschließen.
Bei Hinweisen auf potentiell gefährliche oder chronische Verläufe (über drei Monate) können weitere Maßnahmen, wie bildgebende Verfahren und Laboruntersuchungen hilfreich sein. Diese Verläufe sind jedoch deutlich seltener.
Leider führt unsere geräteorientierte moderne Medizin zu häufig zu vorzeitigen oder unnötigen Röntgenuntersuchungen ohne den Patienten ausreichend vorher untersucht zu haben. Hier werden meist reaktive bzw. altersbedingte Veränderungen des Knochens und der Bandscheiben festgestellt, die für die Beschwerdesymptomatik des Patientin belanglos sind, jedoch zu vorschnellen Rückschlüssen oder gar zu Operationen führen. Ein Bandscheibenvorfall bei ausreichend weitem Rückenmarkskanal muß als Beispiel keine Beschwerden verursachen und so besteht oft eine deutliche Diskrepanz zwischen Beschwerden und Röntgenbefund.
Ausstrahlende Schmerzen und Kribbeln in Armen- und Beinen müssen nicht immer bandscheibenbedingt sein, viel häufiger ist eine Fehlstatik des Bewegungsapparates mit muskulärem Ungleichgewicht, falsche Belastung oder Überlastung sowie Übergewicht die Ursache. Auch depressive Verstimmungen können zu erhöhter Muskelspannung mit Schmerzen führen, wobei hier eine deutlich höhere Gefahr einer Chronifizierung besteht. Ein gesunde Lebensführung verbunden mit regelmäßiger körperlicher Bewegung und aktiver Gestaltung des Alltags verbessert ihre Ausdauer und Beweglichkeit. Eine leistungsfähige Bauch- und Rückenmuskulatur stützt und entlastet die Wirbelsäule, trägt entscheidend für die Gesundheit ihres Rückens bei.
Therapeutisch haben sich entzündungshemmende Schmerzmittel, weiter körperliche Bewegung sowie manualmedizinische Behandlungen zur Lösung von Verspannungen und Blockaden als hilfreich erwiesen. Gezielte Schmermitteleinspritzungen oder Akupunktur sind zusätzlich hilfreich. Die Motivation und Einstellung des Patienten trägt eindeutig zum Rückgang der Beschwerdesymptomatik bei.
Lassen sie sich im Bedarfsfall von dem dafür kompeteten Arzt beraten und behandeln. Hier ist oft ein Gespräch hilfreicher als eine Kernspintomographie.
Dr. Florian Hage