Unsere Sprechzeiten Die Hausärzte im Ärztehaus
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Depression

Rund 4 Millionen leiden an depressiven Störungen und ca. 5% an einer schweren, sogenannten Major Depression – Tendenz steigend. Auch saisonal kommt es in den Herbst und Wintermonaten regelmäßig zu einem Anstieg der Erkrankungsrate. Ursächlich scheinen neben schwerwiegenden Lebensereignissen, wie zum Beispiel Verlust des Lebenspartners oder eine schwere Erkrankung, auch neurobiologische Faktoren eine wesentliche Rolle zu spielen. Hierbei kommt es zu einem Defizit an Botenstoffen in bestimmten Hirnarealen. Folglich können Menschen auch ohne erkennbaren Grund eine Depression entwickeln, wenn diese Botenstoffe vermindert zur Verfügung stehen. Klassische Symptome einer Depression sind gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit Interessenlosigkeit. Aber auch weniger typische Symptome wie Konzentrationsstörungen,
Schlafstörungen, innere Unruhe oder körperliche Beschwerden wie Schmerzen können in Erscheinung treten.

Aus diesem Grund kann diese Erkrankung manchmal schwierig zu erkennen sein, so dass die Diagnose oftmals verzögert oder gar nicht gestellt wird. Therapeutisch kommen psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungen – einzeln oder sinnvollerweise in Kombination miteinander zum Einsatz. Leider wird aber die Diagnose Depression in unserer Gesellschaft noch oft negativ bewertet, was die Akzeptanz dieser Erkrankung bei den betroffenen Patienten und somit auch die Einleitung einer gezielten Therapie erschwert. Jeder erkennt einen Beinbruch oder einen Herzinfarkt als schwere Erkrankung an, „es an den Nerven zu haben“ gilt jedoch weit verbreitet als Schwäche und Schande.

Demzufolge werden sowohl Diagnose als auch eine entsprechende Therapie immer wieder abgelehnt. Hausärzte aber, die die Patienten lebensbegleitend betreuen und diese über Jahre hinweg kennen, haben oft ein besonderes Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten, was den ersten Schritt in die richtige Richtung erleichtern dürfte.

Copyright 2013, Dr. med. Ralf Cronenberg